Wettbewerb Am Molkenmarkt, 1. Preis

Wettbewerb Am Molkenmarkt Block B/2 und Block A Berlin Mitte, 1. Preis

 

Auftraggeber: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen in Kooperation mit der Wohnungsbaugesellschaft Berlin Mitte mbH
Verfasser: Hemprich Tophof GvA mbH, Berlin mit Max Dudler GmbH, Berlin und Simone Boldrin Architettura, Berlin
Standort: Berlin Mitte

 

Rundbögen als konstituierendes Element der Fassade verankern die neuen Gebäude in der Berliner Baugeschichte und sind gleichzeitig ein stiller Verweis auf die jüdische Historie des Ortes – die Häuser erinnern an den Ort, den sie bebauen.

 

Am Molkenmarkt erhalten beide Häuser einen Sockel mit Rundbögen, die an der Ecke in einem zweigeschossigen Eingangsbogen kulminieren und in die Parochialgasse einladen. Die dortigen Häuser B9 und B11 nehmen sich zurück und folgen einer familiären Genealogie des neuen und gleichzeitig historischen Ensembles. In den schmalen Gebäuden befinden sich Maisonettewohnungen mit je vier Zimmern, einer zweigeschossigen Wohnküche und Freisitz, allesamt voll förderfähig, genau wie die insgesamt 19 WE im Haus A2. Das Eckgebäude an der Jüdenstraße fängt das Motiv des Rundbogens mit seiner Ecklaterne wieder ein und setzt im perspektivischen Blickpunkt der Gasse ein Ausrufezeichen. Das Eckhaus positioniert sich selbstbewusst zur Parochialgasse und zur Jüdenstraße und bildet das Entrée zum Platz; Das Verandahaus an der Parochialgasse und das Torhaus an der Jüdenstraße fügen sich selbstverständlich in das Gesamtensemble ein. Hier dient das dreiachsige Torhaus als Haupteingang zu den hofseitigen Hauszugängen aller Häuser der Parochialgasse sowie der 21WE von B7.

 

Alle Flächen sind barrierefrei erschlossen, der Anteil barrierefreier Wohnungen liegt bei ca. 65 %, alle WE sind zu 100% förderfähig. Der leicht überhöhte Torbogen des Eingangsportals zum Gartenhof schließt die am Molkenmarkt begonnene Erzählung ab. Die Fassadengliederung des gesamten Ensembles folgt dem Prinzip der Dreiteilung – Sockelzone mit öffentlichkeitswirksamen Nutzungen, Regelgeschosse für Wohnen und Büros, sowie ein geneigter Dachabschluss. Die monolithisch gemauerte Wand mit Dickputz wird bei allen Häusern mit unterschiedlichen Anteilen von Naturstein ergänzt.
Category
Achitektur, Wettbewerbe